SYNNECTA
Diagnostik

DiagnosticsEine Diagnose erstellen – irgendwie klingt das nach Arzt, und somit ist es für die meisten unserer Mitmenschen negativ konnotiert. Bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass in einer Diagnose als solcher ziemlich viel Gutes zu finden ist. Im Wort selber steckt das griechische gnosis, was nicht weniger bedeutet als Wissen oder auch Erkenntnis. Zusammen mit der Vorsilbe dia ergibt sich als sinngemäße Übersetzung in etwa: »Durchforschung«. Die Diagnose selbst ist also mitnichten etwas Schlechtes, sondern vielmehr Erkenntnisgewinn. Etwas zu diagnostizieren bedeutet manchmal auch ganz einfach, Kategorien mit Inhalten zu füllen, zuzuordnen. Und genau das tun wir Menschen Tag für Tag, Augenblick für Augenblick unseres Wahrnehmens.

Wir alle sind »Alltags-Diagnostiker«.

Denn jedem Handeln geht ein kognitiver Prozess voraus: Wahrnehmen, Interpretieren, Beurteilen, Bewerten, Intention entwickeln, Handlungsoptionen abwägen, Handeln. Diese Prozesskette läuft meist als Automatismus ab. Die Handlung beruht jedoch auf einer selektiven Wahrnehmung und einer subjektiven Beurteilung.

Verdeutlichen wir uns das an einem trivialen Beispiel: Angenommen, ein Glas fällt in Richtung Fliesenfußboden. Dem Beobachter ist sofort klar, was als nächstes geschehen wird, und er ist sich wohl auch schon darüber im Klaren, dass er gleich Kehrblech, Besen und Staubsauger holen wird. Vielleicht ist der Abstand zum voraussichtlichen Ort des Zerschellens klein genug, dass noch ein Rettungsversuch gestartet wird.

Diese Form der Alltagsdiagnostik ist uns allen wohlbekannt und wir wenden sie stets an. Allerdings: Was ist mit komplizierteren Zusammenhängen, die wir nicht mehr so intuitiv erfassen können? Je komplexer der Gegenstand der Betrachtung ist, desto weniger wird die subjektive Beurteilung diesem gerecht.

Das hier beschriebene, vollkommen natürliche Verhalten gerät beim Handeln in nicht-trivialen Systemen sehr schnell an seine Grenzen. Im Alltag sehr leicht an einer Floskel wie »Da muss ich aber nachdenken« bemerkbar. Und insbesondere im Wirtschaftskontext kann eine Fehlentscheidung aus allzu subjektiver Betrachtung heraus sehr leicht kapitale Konsequenzen haben.

Organisationen sind komplexe Gebilde, und auch die Probleme in Organisationen sind nicht trivial. Von Managern in Organisationen wird erwartet, dass sie in komplexen Strukturen und insbesondere bei Problemlagen wirkungsvoll handeln. Beruht dieses Handeln auf falschen Alltagsdiagnosen, kann es negative Wirkungen zeigen.

Hier kommt für Sie SYNNECTA Diagnostics ins Spiel.

Damit Entscheidungen in Organisationen auf einer soliden Informationsbasis getroffen werden können, bedarf es valider Messinstrumente. SYNNECTA Diagnostics ist ein Bereich der SYNNECTA, der sich auf die Entwicklung und den Einsatz von Diagnoseinstrumenten für Organisationen spezialisiert hat. Je nach Situation und Fragestellung setzen wir bewährte Standardinstrumente ein oder entwickeln gemeinsam mit dem Kunden spezifische, auf die Unternehmenssituation angepasste Instrumente. Die kultursensible Implementierung durch SYNNECTA sorgt für hohe Akzeptanz bei Führungskräften und Mitarbeitern.

Dabei dienen unsere Instrumente nicht nur der Unternehmensentwicklung, sie sind bereits ein Teil davon. Messen ist der Versuch einer objektivierten Beschreibung. Doch hat der Eingriff des Messens bereits Wirkung. Anders gesagt: Instrumente - pars pro toto - sind bereits auch Intervention. Deshalb werden SYNNECTA Diagnose-Instrumente bereits als Teil der Unternehmensentwicklung konzipiert. Dadurch werden die Unternehmensziele nicht nur wirkungsvoll in die Gruppe der Führenden kommuniziert, sondern zugleich in die Führungspraxis und die Arbeit integriert.

Das geflügelte Wort von Paul Watzlawik, »Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel«, bringt die Kritik an anderen Ansätzen auf den Punkt. Denn im Gegensatz dazu zeichnen sich unsere Instrumente durch eine kompetente Nutzung eines breiten Spektrums sozialwissenschaftlicher Methoden aus.

Je nach Untersuchungsdesign können standardisierte, halbstrukturierte, schriftliche oder mündliche Methoden, Einzel- oder Gruppen-, Stichproben- oder Vollbefragungen, Psychologische (Test-)Verfahren für Individuen oder Gruppen zum Einsatz kommen. Bei der Konzeption von Befragungen steht uns eine umfangreiche Datenbank zur Verfügung.

Hören Sie sich auch das Gespräch über SYNNECTA Diagnostics mit Jutta Anna Schroer in der SYNNECTA-Audiobibliothek an:
  • Jutta Anna Schroer: Diagnostics
    MP3-Download | 96 kBit/s | 22:00 Min. | 15.479 KB
    Jutta Anna Schroer im Interview über den SYNNECTA-Bereich Diagnostics. Welche Ansätze verfolgt SYNNECTA hier? Was spielt eine Rolle? Was wird überhaupt angeboten? Und in welcher Verbindung stehen die Diagnoseinstrumente zu den Ansätzen von SYNNECTA?