DENK SINNLICH. Die Ästhetik der Organisationsentwicklung
Warum brauchen wir eine ästhetische Organisationsentwicklung?
Weil der Mensch ein sinnliches Wesen ist und wer für den Menschen Organisationen schafft, der muss genau dies bedenken und sich fragen: »Habe ich einen Ort geschaffen, der der Sinnlichkeit der Menschen Raum gibt?«
»Die derzeitige Konjunktur des ursprünglich kunstgeschichtlichen Begriffs ›Empathie‹ zeigt, wie sehr gespürt wird, dass wir ohne die Kompetenz zur Gegenseitigkeit im Handeln, die hohe Kunst der Kooperation nicht lernen werden. Wir sind wir selbst in unserem Besten nur in und mit den Anderen. In all diesen Fragen ist es wohl das Schwierigste, Zweckfreiheit in einem durch und durch Zweck-Mitteldominiertem System zu denken und ins Handeln zu integrieren. Das tiefe Bedürfnis mit anderen und für andere zu handeln gibt hier Grund zu Optimismus.«
Celine Nadolny, preisgekrönte Finanzbloggerin und einflussreiche Sachbuchkritikerin schreibt auf ihrer Website Book of Finance über das Buch:
»Es gibt Organisationsbücher, die einen nach zwei Kapiteln in vertraute Reflexe zurückschicken: Diagnose, Zielbild, Roadmap, Kommunikation, Quick Wins – so, wie man es kennt. Das liest sich gut, weil es Ordnung verspricht und nicht allzu sehr am eigenen Weltbild rüttelt. ›Denk sinnlich‹ macht etwas anderes. Es nimmt dem Veränderungsdiskurs den reflexhaften Trost – und gibt dafür etwas Anspruchsvolleres zurück: Wahrnehmung.
Rüdiger Müngersdorff schreibt nicht gegen Rationalität, sondern gegen ihre Alleinherrschaft. Sein Buch ist eine Einladung, Organisationsentwicklung nicht länger als rein kognitives Projekt zu behandeln, sondern als Arbeit an Atmosphären, Beziehungen, Sinn, Raum, Rhythmus. Wer das als ›weich‹ abtut, verrät meistens nur, wie eng das eigene Bild von Wirksamkeit geworden ist.
›Denk sinnlich‹ ist damit kein Buch, das man ›abarbeitet‹. Es ist ein Buch, das einen beim Lesen immer wieder an derselben Stelle erwischt: bei der Frage, wie wir eigentlich zu unseren Entscheidungen kommen – und wie viel davon nicht in Folien, sondern in Körpern, Blicken, Räumen, Geschichten steckt.«
Die vollständige Rezension von Celine Nadolny und ihr Fazit können auf bookoffinance.de nachgelesen werden.

