Kurzkonzept

Gesprächsführung im Kontext Diskriminierung

Zielrichtung und Mehrwert

Die Fortbildung befähigt Fachkräfte und Führungskräfte zur professionellen Handlungsfähigkeit in emotional aufgeladenen und von Diskriminierung und hierarchiegeprägten Situationen. Sie verbindet dazu zwei anerkannte Kommunikationsansätze – klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers und Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg – und verbindet diese mit einem mit vertieftem Verständnis struktureller Diskriminierung.

Dieses Seminar spricht auch Führungskräfte an, die primär nach besseren Werkzeugen für ihre alltäglichen Herausforderungen suchen. Sie kommen zum Beispiel wegen der Frage »Wie kommuniziere ich konfliktfreier?« oder »Wie gehe ich mit Beschwerden um?« und entwickeln mithilfe des Seminars eine Kommunikation, die gleichzeitig professioneller und menschlicher wird. Der Mehrwert zeigt sich gleich doppelt – in der verbesserten Zusammenarbeit und in einer Organisationskultur, die inklusiver wird.

 

Besonderheiten des Ansatzes

  • Doppelte Wirkrichtung: Strukturelles Verständnis schafft Entlastung und Klarheit; konkrete Kompetenzen ermöglichen Handlungsfähigkeit
  • Integrierte Kompetenz: Erkennen von Diskriminierung ohne Beschämung, empathische Kommunikation ohne Relativierung von Unrecht
  • Selbstreflexion: Phasenmodell zur Verortung eigener Entwicklungsprozesse, Werkzeuge für Umgang mit Widerstand und Abwehr

Nachhaltige Wirkung auf verschiedenen Ebenen

  • Individuell: Betroffene erleben echtes Verstanden-Werden; bessere Verarbeitung von Belastungen
  • Interpersonell: Tragfähige Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen oder Privilegien
  • Organisational: Führungskräfte tragen diskriminierungskritische Perspektiven in ihre Organisationen und stoßen strukturelle Veränderungen an und die Unternehmenskultur verbessert sich
Inhalte

Strukturelle Diskriminierung verstehen

  • Vier-Ebenen-Modell: Historische Dimension, gesellschaftliche Diskurse, organisationale Ebene, intra- und interpersonelle Ebene
  • Dynamiken und Phasen der Diskriminierungsbearbeitung
  • Entwicklung von Zielfragen und Handlungsstrategien

Kommunikative Kompetenz entwickeln

  • Empathie-Formen: Unterscheidung verschiedener drei Formen empathischer Begegnung und möglicher individueller und struktureller Hindernisse
  • Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers: Grundhaltung und die drei Stufen aktiven Zuhörens
  • Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Hilfreiche Unterscheidungen

Transfer und Multiplikation

  • Bereichsbezogene Fallarbeit: Analyse des Arbeitsfeldes mit Entwicklung von Maßnahmen
  • Organisationale Verankerung: Reflexion über Möglichkeiten struktureller Innovation
  • Nachhaltige Wirkung: Weitergabe von Wissen und Initiierung diskriminierungskritischer Prozesse

Format und Dauer

  • Grundformat: 2 – 5 Tage
  • Modulare Verteilung möglich (mindestens halbtägige Module)

Kontakt: info@synnecta.com