Einladung zum SYNNECTA Werkhaus am 6.11.2026 in Stuttgart
Schweigen?
Ein Werkhaus über den Umgang mit der politischen und moralischen Spaltung

Liebe Freundinnen und Freunde der SYNNECTA!
Eine ungeschriebene Übereinkunft: In Unternehmen sprechen wir nicht über Politik, Sexualität und Religion. Ein Weg zur Vermeidung sozialer Spannungen. Wie lange kann man bei dieser Übereinkunft bleiben, bis sie moralisch und gesellschaftlich fragwürdig wird?
Die Frage stellt sich, wenn ein hoher Prozentsatz der Menschen in unseren Gesellschaften den Konsens, dass wir uns an der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte orientieren und allen Menschen Zugang zu diesen Rechten gewähren, infrage stellt. Von der Idee, wir könnten jeweils Win-win-Situationen herstellen, gleiten wir in die Überzeugung, es kann nur einer gewinnen. Wir sind mental inmitten eines Kampfes um Ressourcen, die als immer knapper werdend wahrgenommen werden. Die Rhetorik wandelt sich, sie wird aggressiver und kennt wieder Feinde, kennt Menschen, die nicht dazugehören sollten.
Noch sprechen die Werte, Prinzipien, Führungsleitlinien in Unternehmen die alte Sprache der Integration, der Konsensbildung, des Respekts und der Inklusion. Aber es zeigen sich schon Risse.
Es spricht keine Evidenz dafür, dass die »Nur-einer-kann-gewinnen«-Haltung erfolgreich ist, und doch gewinnt sie derzeit Raum. Es ist unübersehbar, dass beide Haltungen in Unternehmen, in Arbeitsgruppen und Teams vorhanden sind. Dass das einst kluge Gebot der Besprechungsvermeidung, das zunächst Ruhe und eine Art sozialen Frieden verspricht, Nebenwirkungen hat, wird übersehen. Vermeidung kostet Engagement, Bindung und Motivation. Gleichzeitig überbieten sich Unternehmen in Programmen zur Performance-Steigerung, meistens über ausgeklügelte KPI-geleitete Programme. Den eigentlichen Hebel zu nutzen, dass sich Menschen in einem Unternehmen auch in Haltung und moralischen Überzeugungen aufgehoben fühlen, vermeiden sie.
Unsere Frage ist: Wie lange können wir uns das Performance-Vernichtungsprogramm der Vermeidung leisten? Wie lassen sich Haltung und ein klares Bekenntnis zu den allgemeinen Menschrechten im Unternehmenskontext leben – was heißt, in die Auseinandersetzung zu gehen.
Mit diesem Thema und seinen vielen Aspekten werden wir uns im SYNNECTA Werkhaus 2026 in Stuttgart (Mitte) beschäftigen. Ein schwieriges Thema und ein unvermeidliches Thema, dem sich Unternehmen stellen müssen.
Verbindliche Anmeldung zum SYNNECTA Werkhaus am 6. November 2026, 10:00-15:00 Uhr
In Stuttgart (Mitte) Design Offices, Lautenschlagerstraße 23a, 70173 Stuttgart. Die Teilnahmegebühr beträgt 140,- € (inkl. Verpflegung) zzgl. MwSt. und wird nach Ihrer Anmeldung in Rechnung gestellt. Laden Sie hier unsere Einladung zum SYNNECTA-Werkhaus als PDF herunter und senden Sie die darin enthaltene Anmeldung ausgefüllt an: info@synnecta.com
Wir freuen uns darauf, Sie am 6. November 2026 in Stuttgart zu begrüßen!
Ihre SYNNECTA
Illustration: Fernando Pérez Hernando