Schweigen kann teuer werden
»Ihr habt den Kulturkampf geführt und mit Blick auf die Mainstream-Medien weitgehend gewonnen.« So klingt es vor allem in den sozialen Medien, aber zunehmend auch in Medien, die zum Mainstream gerechnet werden.
Wer ist hier mit »ihr« gemeint? Sicher auch die globalen Unternehmen, die in einem kulturell weitgespannten Raum operieren und in ihren Werten, Leitlinien u. a. Diversität, kulturelle Sensibilität und Inklusivität als Rahmen für das Handeln setzen.
Und es geht weiter: »Jetzt, wo wir uns wehren, da ruft ihr nach einem Ende des Kulturkampfes, aber der hat gerade erst begonnen.«
Dieser Kulturkampf hat längst Einzug in die Unternehmen gehalten. Die Geltung und Verbindlichkeit der Leitlinien, Werte und anderer kultureller Orientierungen werden schon deutlich infrage gestellt. Führungsmaximen, wie Führung auf Augenhöhe, mit Respekt und Wertschätzung, sind deutlich in der Defensive.
Als Führungskräfte und als Verantwortliche für die Gestaltung von Unternehmenskultur müssen wir mit dieser emotionalisierten Spaltung umgehen, denn sie ist in den Unternehmen sowie in der Gesellschaft.
Schwieriges Thema – unvermeidliches Thema. Wegschweigen ist keine hilfreiche Option.
Einladung zum SYNNECTA Werkhaus - am 6. November 2026 in Stuttgart
Wenn Schweigen und Vermeiden nicht mehr helfen
Eine ungeschriebene Übereinkunft: In Unternehmen sprechen wir nicht über Politik, Sexualität und Religion. Ein Weg zur Vermeidung sozialer Spannungen. Wie lange kann man bei dieser Übereinkunft bleiben, bis sie moralisch und gesellschaftlich fragwürdig wird? Ein Werkhaus über den Umgang mit der politischen und moralischen Spaltung.
