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Literatur

T.C. Boyle: Hart auf hart

Er trug seinen Kampfanzug und hatte das Messer umgeschnallt. Die Stiefel waren schmutzig, und Gesicht und Kopfhaut waren gebräunt wie bei einem Rettungsschwimmer. Hinter ihm, in dem Flur, der zum Wohnzimmer führte, sah sie die dunklen Umrisse seines Rucksacks und den...

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Alfred Lansing: Endurance – Shackleton’s Incredible Voyage

He now faced an adversary so formidable that his own strength was nothing in comparison, and he did not enjoy being in a position where boldness and determination count for almost nothing, and in which victory is measured only in survival. Die Geschichte klingt wie...

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Heinrich Mann: Professor Unrat oder das Ende eines Tyrannen

»Eigentlich war ich anfangs wenig begeistert darüber, ausgerechnet den ›Unrat‹ zu illustrieren, den ich in der Schule schon gelesen und seitdem nie wieder angefasst hatte...« (Martin Stark, Illustrator) In Heinrich Manns Heimatstadt Lübeck, in der auch sein berühmter...

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Michael Chabon: Telegraph Avenue

»Na gut«, sagte Archy. Er warf sich den Riemen der Reisetasche über die Schulter und sah Gwen an. »Danke.« Dann wandte er sich ab, ihn schnürte sich die Kehle zu, er versuchte es mit einem Husten zu tarnen, hustete wie sein El Camino. Sein kaputtes altes Auto, sein...

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Martin Mosebach: Das Blutbuchenfest

Als Schopenhauer und Kraus sich über die Sprachverschluderung erregten, da hatten sie ein Publikum, das verstand, was sie sagten. Aber das war eine abgeschlossene historische Epoche. Jetzt verständigte man sich irgendwie. In seinem neuen Roman »Das Blutbuchenfest«...

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Ernst Friedrich: Krieg dem Kriege

»Die Fotografien der Schlachtfelder, diese Abdeckereien des Krieges, die Fotografien der Kriegsverstümmelten gehören zu den fürchterlichsten Dokumenten, die mir jemals unter die Augen gekommen sind. Es gibt kein kriminalistisches Werk, keine Publikation, die etwas...

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Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur

Der Versuch, sich selbst zu verwalten, sich fortzuschreiben, der Kampf gegen die Zeit, der Kampf gegen den Tod, der sinnlose Kampf gegen die Sinnlosigkeit eines idiotischen, bewusstlosen Kosmos, und mit einem Faustkeil in der erhobenen Hand steht man da auf der Spitze...

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Daniel Galera: Flut

Sein Vater erschießt sich in seinem Beisein und bittet ihn zuvor, seine alte Schäferhündin Beta einzuschläfern. Du hältst das aus. Du bist etwas Besonderes. - Halt den Mund - Ernsthaft, ich bin sehr stolz auf dich. Niemand sonst käme dafür in Frage. - Ich habe nein...

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Thomas Strässle: Gelassenheit

Wovon lassen wir, wenn wir gelassen sind? Anders herum gefragt: Was lässt uns? In unserer von Hektik geprägten Zeit wünschen sich fast alle mehr Gelassenheit. Aber was bedeutet das überhaupt? Der Literaturwissenschaftler Thomas Strässle nimmt sich in diesem Buch dem...

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Florian Werner: Schüchtern

Beim Kiffen aus der Wasserpfeife musste ich immer husten, und wenn ich andere psychoaktive Substanzen nahm, bekam ich es meist mit der Angst zu tun, musste an den Tod des Sokrates denken und begann, die Sterbeszene aus Platons Phaidon im Original zu zitieren (»Ō...

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Pöppel/Wagner: Von Natur aus kreativ

»Eine Art und Weise, kreativ zu sein, besteht darin, einmal genau und ehrlich zu beobachten, was wir tief im Innern glauben – und dann das Gegenteil davon anzunehmen.« Sollte es im Leben darum gehen, glücklich zu sein? Nein, meinen die Autoren von »Von Natur aus...

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Christoph Bartmann: Leben im Büro

Ein Dienstleister kann seine Arbeit nicht so gesund hassen, wie es einmal ein Fabrik- und Fließbandarbeiter tun konnte. In »Leben im Büro« wirft Christoph Bartmann, »Angestellter aus Leidenschaft«, wie es im Klappentext heißt, einen originellen, kritischen und...

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Hannelore Schlaffer: Die intellektuelle Ehe

Die Wegbereiter der Bewegung aber waren Männer. Mehr als um die Emanzipation der Frauen geht es ihnen um ihre eigene Befreiung. In »Die intellektuelle Ehe: Der Plan vom Leben als Paar« zeigt Hannelore Schlaffer auf durchgehend hohem Niveau einen Ausschnitt aus der...

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Haruki Murakami: 1Q84

Ein Mensch braucht so etwas, um zu leben. Ein Bild oder eine Szene, deren Bedeutung er nicht in Worte fassen kann. Der Sinn unseres Lebens besteht darin, dieses Etwas zu ergründen. Finde ich. »1Q84« fängt relativ realistisch an: Es spielt im Japan des Jahres 1984....

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Alexander Aciman, Emmett Rensin: Twitteratur

Es sei ein Missverständnis, hat Literaturkritiker Stephen Booth einmal gesagt, dass Worte in der Literatur dazu dienen, Informationen zu transportieren; vielmehr seien sie eher zu betrachten wie Noten in einem Musikstück, die nichts bedeuten außer sich selbst. Deshalb...

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Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil

Wichtig ist, dass man um dich herum freundlich redet. Dann geht vieles. Altern ist ein Thema, das in der Literatur bisher noch lange nicht ausreichend beschrieben ist, besonders wenn man bedenkt, dass es, zumindest in den westlichen Gesellschaften, in Zukunft sehr...

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Katharina Maier: Rache ist eine Speise, die man kalt genießt

... wenn wir die Rache nicht verstehen, verstehen wir uns selbst nicht. »Rache ist eine Speise, die man kalt genießt« ist kein Buch über Rache in unserem Alltag oder ein Ratgeber, wie man sich am besten rächt oder mit Rachegefühlen umgeht. Stattdessen zeichnet es die...

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Douglas Coupland: Generation A

Ich konnte mich noch an die Bienen erinnern. Ich weiß noch, wie ich sie im Frühjahr zwischen Blutwurz, gelbem Geißbart und Sumpfdotterblumen im Graben hinter dem Haus meiner Großmutter gesehen habe – glücklich, emsig, leicht pelzig und so was von zum Aussterben...

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Dirk C. Fleck: Das Tahiti-Projekt

Selten habe ich den Ausgang des Kampfes zwischen Gut und Böse so genossen wie in diesem Buch. »Das Tahiti-Projekt« ist ein hervorragender Politthriller, der sich streng an die klassischen dramaturgischen Gesetze des Genres hält. Aber warum freut mich das Aroma des...

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Holger Reichard: 111 Gründe, sich selbst zu lieben

Ich selbst gebe mich gern der Vorstellung hin, in einem Alter von über achtzig Jahren in den Spiegel zu schauen und dort eine Persönlichkeit zu entdecken, die irgendwie an Loriot oder Sir Peter Ustinov erinnert. Wenn ich diesen Menschen dann nicht liebe, wen dann? Es...

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Scarlett Thomas: PopCo

Alice ist eine leicht exzentrische Entwicklerin bei einem riesigen und geheimnisvollen Spielzeugkonzern. Zuvor hatte sie die Kreuzworträtsel für eine große Sonntagszeitung entwickelt, jetzt entwirft sie Geheimagenten-Spielzeug für Kinder, ähnlich den Gimmicks aus den...

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Irvin D. Yalom: In die Sonne schauen

Wie, wenn dir eines Tages oder Nachts ein Dämon in deine einsamste Einsamkeit nachschliche und zu dir sagte: Dieses Leben, wie du es jetzt lebst und gelebt hast, wirst du noch einmal und noch unzählige Male leben müssen; und es wird nichts Neues darin sein, sondern...

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Volker Remy: Der Imperator im Damensattel

»Die Milliarde« hat etwas sehr Beruhigendes, etwas Sanftes sogar. Sie unterstreicht, dass es hinter den Millionen weitergeht (…) Danke, Milliarde! Du bist jetzt meine beste Freundin. Genauso irritierend wie Titel und Cover des Buches von Volker Remy ist sein Anfang....

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Wallace Stegner: Angle of Repose

How do I know what you should do? You'll do what you think you want to do, or what you think you ought to do. If you're very lucky, luckier than anybody I know, the two will coincide. »Angle of Repose« ist ein Western der besonderen Art. Aus der Perspektive von Lyman...

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Gillian Bradshaw: Cleopatra’s Heir

I'm not enough, not good enough or wise enough or strong enough. They reverence what I'm supposed to be, but me ... the me that is here, now, talking to you - they don't even see. If I do something that makes them notice me - like have a seizure, or fail - then...

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Adam Fawer: Gnosis

»Du hast keine Kontrolle über dein Leben. Das glaubst du vielleicht, aber es ist nicht so. Natürlich steht es dir frei, eigene Entscheidungen zu treffen. Du kannst machen, was du willst. Die Sache hat nur einen Haken: Du hast keine Kontrolle darüber, was du willst.«...

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Martin McDonagh: The Pillowman

All these political ... what would you call 'em? 'The government should be doing this.' Please. Fuck off. You know what I say? I say if you've got a political axe to grind, if you've got a political what-do-you-call-it, go write a fucking essay, I will know where I...

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Christoph Ransmayr: Der fliegende Berg

Vielleicht ist jenes Bedürfnis tatsächlich unstillbar, das uns selbst in enzyklopädisch gesicherten Gebieten nach dem Unbekannten, Unbetretenen, von Spuren und Namen noch Unversehrten suchen läßt - nach jenem makellos weißen Fleck, in den wir dann ein Bild unserer...

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Joseph Conrad: Lord Jim

I tell you my friend, it is not good for you to find you cannot make your dream come true, for the reason that you not strong enough are, or not clever enough. Die für das Englische etwas merkwürdige Satzstellung dieses Zitats rührt daher, dass es der deutsche...

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