mich wundert.

Mich wundert: Einerseits berichten die Krankenkassen über einen kontinuierlich starken Anstieg psychischer Erkrankungen bei Arbeitnehmer*innen, anderseits überschlagen sich in den sozialen Medien Erfolgsmeldungen über die neue, menschenorientierte Führung, über Augenhöhe zwischen den Hierarchien, über Freiheit, Selbstbestimmtheit, über Fortschritte in der Demokratisierung der Arbeitswelt, der gelingenden Inklusion und so viel Gutes mehr. Es liest sich, als habe sich der Arbeitsplatz zu einem Ort des offenen Diskurses, der Wertschätzung und des sinnerfüllten Lebens verwandelt.

Wie passt das zusammen?

Es passt nicht! Die Realität sieht sehr oft anders aus. Ich glaube, wir Berater*innen, HR’ler*innen sollten beginnen, verbal abzurüsten, sollten näher an der Realität bleiben, wo unsere Freude über die Erfolge und Fortschritte bei der Ermöglichung neuer Arbeitswelten hart auf das genaue Gegenteil stößt: wo weiterhin Furcht und Angepasstheit, Scham und »es recht machen wollen« sehr verbreitet sind. Ohne eine nötige verbale Abrüstung werden wir unsere Glaubwürdigkeit verlieren und uns zwar in unserer Blase feiern können, aber als Preis auch Wirksamkeit verlieren.

Rüdiger Müngersdorff
Foto: Sean Paul Kinnear, unsplash.com

So kam’s

Vor über 15 Jahren landete eine E-Mail von meiner nun langjährigen Kollegin Jutta-Anna Schroer in meiner E-Mailbox. Ein Stellenangebot an mich, auf Empfehlung meines damaligen Dozenten, der meine Diplomarbeit an der Uni betreute. Die Firma: »SYNNECTA GmbH, ein international tätiges Beratungsunternehmen, einer der Arbeitsschwerpunkte die Begleitung von Change-Management-Prozessen, der Sitz in Karlsruhe und Antwerpen.« Das Tätigkeitsfeld wäre der Bereich Diagnose-Instrumente.

»Klingt komisch« für einen Soziologie-Studenten kurz vorm Diplom, »is‘ aber so« dann doch geworden. Warum? Am Anfang vor allem wegen der Menschen bei SYNNECTA. Die Befürchtung, dass alle mit Anzug und Krawatte herumlaufen würden, war zum Glück schnell zerschlagen. Im Gegenteil, einer lief sogar barfuß und in schwarzer Lederjacke mit seitlichem Reißverschluss herum. Oh, das war ja sogar einer der Geschäftsführer, der Rüdiger Müngersdorff. So geschehen auf meinem ersten SYNNECTA-Meeting in der »Kalliwoda« in Karlsruhe.

Das Meeting, meinte nebenbei jemand, hieße übrigens erst seit kurzem Meeting und nicht mehr Vollversammlung. Aha, auch gut. »Wat machst Du eigentlich hier?« knallte mir ein anderer, der Dieter Hetzel, in der Runde vor den Latz.

Naja, und dann waren da noch viele andere komische – äh, diverse – Menschen, die sich erst alle umarmten, dann zwischendurch stritten, zum Schluss wieder alle umarmten, mich übrigens auch gleich. So ist das heute noch. Okay – ritualmäßig und so. Wie der Kreis, in dem wir immer saßen und immer noch sitzen, wenn wir uns treffen. Warum? »Is‘ so«, wenn man den Dieter fragen würde.

Nicht wenige sahen so aus, als ob sie sich selbst die Haare schneiden würden. So wie ich zu dieser Zeit. Und man sucht ja gerade am Anfang nach Gemeinsamkeiten in einer fremden Gruppe, in einer fremden Stadt.

Tja, so bin ich statt »ein, zwei Jahre und dann schau ich mal« bis heute geblieben. Natürlich nicht nur wegen der lieben Kollege*innen. Ehrlich gesagt, auf Dauer und jeden Tag würde man, ja gut, also »ich«, diese Leute gar nicht aushalten. Und natürlich liegt das nur an mir selbst!

In diesem Sinne, liebe Grüße aus meinem Home Office,

Thomas Meilinger

Arbeiten bei SYNNECTA: Kaffeesatzlesen

#hinterdenkulissen

An einem Donnerstag im Februar 2008 hatte ich mein Vorstellungsgespräch und wurde mündlich eingestellt. Obwohl mein Vertrag erst zum 1.3. begann, sollte ich in der Woche direkt nach dem Vorstellungsgespräch bei der Sophia im Kloster Marienhöh in Langweiler dabei sein. Thema der Sophia war »Entscheiden«. Da für den zweiten Tag noch eine weitere Station bei den Entscheidungstools gesucht wurde, machte ich den Witz, dass ich ja als Quotentürkin »Kaffeesatzlesen« anbieten könnte.

Mein erstes Learning: In der SYNNECTA sollte man aufpassen, welche Witze man macht. Ehe ich mich versah, stand ich an meinem Stand mit duftendem türkischem Kaffee und einem schönen Set Mokkatassen. Die Station war gut besucht und meine hellseherischen Fähigkeiten wurden mit jedem Kunden, der mir seine mit Kaffeesatz verschmierte Tasse hinhielt, besser. 😉

Das Witzigste war jedoch, dass eine Kundin in der Tat eine schwere Entscheidung zu treffen hatte. Wir kamen an der Station ins Gespräch und mutmaßten über die Schatten und Formen in ihrem Kaffeesatz und was diese im Bezug auf ihre Entscheidung zu bedeuten hätten. Einige Monate später erhielt ich eine Nachricht von dieser Kundin, sie hätte die Entscheidung unter anderem mit zur Hilfenahme der Ergebnisse aus der Sophia getroffen und wäre sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Fazit: Das Leben ist eben doch größer als wir selbst und der Kaffeesatz zeigt Dir immer die Wahrheit …

In diesem Sinne und mit herzlichen augenzwinkernden Grüßen

Fetiye Sisko

Menschen, im Büro

Papier ist geduldig, wie man sagt. Und viel wichtiger sind mir die Menschen, mit denen ich arbeite. Wie kam ich zur SYNNECTA?

Meine kleine Geschichte mit vielen lieben Grüßen aus dem Büro, im wahrsten Sinne hinter den Kulissen: Für mich ist die Arbeit bei SYNNECTA sehr interessant und macht Spaß. Ich lerne jeden Tag dazu, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass für andere der Papierkram schon etwas langweilig wirkt. Für mich ist das spannend! Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich vor zwei Jahren die Chance hatte, mich bei SYNNECTA und in die Gruppe einarbeiten zu dürfen.

Die ganze SYNNECTA-Clique ist sehr nett, different, verständnisvoll und motivierend. Meine Kollegen sind immer bereit zu helfen, wenn Fragen hochkommen – für mich ist das eine echte Offenbarung, denn es ist nicht in jeder Firma so üblich, dass man sich gegenseitig hilft.

SYNNECTA hat mich in vielen Hinsichten bereichert – vor allem als Person. Ich habe mehr innerliche Ruhe gefunden, was mir aus meiner autistischen Sicht sehr geholfen hat. Alltägliche Sachen, die für andere Menschen selbstverständlich sind, bedeuten für mich manchmal ein »struggle«. Mittlerweile kann ich es besser verkraften. Ich habe mich dank SYNNECTA in eine, darf ich jetzt doch sagen, stärkere Person verwandelt 🙂

Nancy Byl

Herzlichen Dank @Nancy Byl für deine Offenheit und deinen genauen Blick.

20 Jahre SYNNECTA

Warum ich bei der SYNNECTA bin …

  • weil ich dort meine berufliche Heimat gefunden habe.
  • weil es stets Kolleginnen und Kollegen gibt, mit denen man neue Ideen entwickeln und spannende Projekte starten kann.
  • weil wir mit wenig Struktur und viel Leidenschaft leben.
  • weil wir gemeinsam so viel stärker, bunter und wirksamer sind.
  • weil ich dort jeden Tag Neues entdecken und lernen kann.
  • weil sich bei uns ruhige Fahrwasser mit frischer Brise, steifen Wind und stürmischer See abwechseln, wir aber immer wieder in einen sicheren Hafen einlaufen.
  • weil wir ein agiles Team sind und ich unsere Reise genieße.
  • weil ich selbst entscheiden mag, für wen und mit wem ich wann wie viel arbeite.
  • weil dort mehr so verrückte Menschen arbeiten wie ich.
  • weil wir viele fantastische Kunden haben, die partnerschaftlich mit uns zusammenarbeiten.
  • weil wir Gastfreundschaft, gute Gespräche, Humor, Leichtigkeit und Tiefgang gemeinsam genießen können.
  • weil Gemeinschaft und Solidarität nicht nur leere Worte sind.
  • weil es dort gleich ist, ob Mann oder Frau, schwarz, rot, gelb oder grün, Homo oder Hetero, monogam oder vielseitig, maximalpigmentiert oder blass, Christ, Moslem, Jude, Buddhist oder Atheist – auf jede und jeden von uns kommt es an.
  • weil wir uns auch mal mit Farbe bewerfen, eine Sahneschlacht zelebrieren, uns schweigend in Mönchskutten im Kloster begegnen und uns nachts gemeinsam mit unseren Kunden im Wald verstecken.
  • weil wir wahre Helden, empfindsame Bildhauer, mutige Elfchen und heimliche Zen-Meister lieben.
  • weil es einfach Spaß macht mit SYNNECTA erfolgreich zu sein, auch in den nächsten 20 Jahren.

Renate Standfest
(bei der SYNNECTA seit 2005)